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Leo war ein Mann einfacher Talente. Er konnte einen tropfenden Wasserhahn mit geschlossenen Augen reparieren, das komplizierteste IKEA-Regal ohne Anleitung aufbauen und einen Reifen in Rekordzeit wechseln. Aber vor dem leeren, weißen Blatt Papier kapitulierte er. Buchstaben waren für ihn wie eine Herde wilder Katzen: unberechenbar und widerspenstig. Und das war ein Problem, denn Leo war verliebt. So richtig. Bis über beide Ohren und wahrscheinlich noch ein Stückchen weiter.
Ihr Name war Klara, und sie arbeitete in der kleinen Buchhandlung am Ende der Straße. Sie duftete nach alten Seiten und neuem Kaffee, und wenn sie lächelte, schien die Sonne ein wenig heller. Leo hatte wochenlang versucht, sie anzuspreche, aber jedes Mal, wenn er vor ihr stand, verwandelte sich sein Gehirn in einen Knoten aus stummen, bewundernden Gedanken.
Eines Abends, nach einem weiteren gescheiterten Versuch, mehr als nur "Einmal den da, bitte" zu stammeln, fasste er einen Entschluss. Er würde ihr schreiben. Ein Brief. Handgeschrieben. Romantisch. Eine Katastrophe, die nur darauf wartete, zu passieren.
Er setzte sich an seinen Küchentisch, bewaffnet mit einem Füller, der ihm plötzlich so fremd in der Hand lag wie ein Skalpell, und einem Stapel teurem Briefpapier. "Liebe Klara", begann er. So weit, so gut. Doch dann ging es los.
Sein Herz, so wollte er schreiben, sei voll von ihr. "Mein Hertz ist seelenfoll von dier." Er starrte auf das Wort. Seelenfoll. Klang das nicht irgendwie tiefgründig? Fast poetisch? Er ließ es stehen. Er wollte ihr sagen, dass er sie anbetete, dass sie für ihn so unerreichbar schien wie der Mond. "Ich muss dich jeden Tag anmahnen." Moment. Mahnen? Das klang eher nach einer unbezahlten Rechnung. Er zog den Duden zurate, ein Buch, das ihm so viel Angst machte wie eine Steuererklärung. Nach zehn Minuten verwirrten Blätterns gab er auf. "Anmahnen" blieb. Es klang immerhin wichtig.
Er schrieb über ihre Augen, die "leuchten wie zwei Sterne in der nacht", und über ihr Lachen, das "klingt wie Musik in meinen Ohren". Je
Leo war ein Mann einfacher Talente. Er konnte einen tropfenden Wasserhahn mit geschlossenen Augen reparieren, das komplizierteste IKEA-Regal ohne Anleitung aufbauen und einen Reifen in Rekordzeit wechseln. Aber vor dem leeren, weißen Blatt Papier kapitulierte er. Buchstaben waren für ihn wie eine Herde wilder Katzen: unberechenbar und widerspenstig. Und das war ein Problem, denn Leo war verliebt. So richtig. Bis über beide Ohren und wahrscheinlich noch ein Stückchen weiter.
Ihr Name war Klara, und sie arbeitete in der kleinen Buchhandlung am Ende der Straße. Sie duftete nach alten Seiten und neuem Kaffee, und wenn sie lächelte, schien die Sonne ein wenig heller. Leo hatte wochenlang versucht, sie anzuspreche, aber jedes Mal, wenn er vor ihr stand, verwandelte sich sein Gehirn in einen Knoten aus stummen, bewundernden Gedanken.
Eines Abends, nach einem weiteren gescheiterten Versuch, mehr als nur "Einmal den da, bitte" zu stammeln, fasste er einen Entschluss. Er würde ihr schreiben. Ein Brief. Handgeschrieben. Romantisch. Eine Katastrophe, die nur darauf wartete, zu passieren.
Er setzte sich an seinen Küchentisch, bewaffnet mit einem Füller, der ihm plötzlich so fremd in der Hand lag wie ein Skalpell, und einem Stapel teurem Briefpapier. "Liebe Klara", begann er. So weit, so gut. Doch dann ging es los.
Sein Herz, so wollte er schreiben, sei voll von ihr. "Mein Hertz ist seelenfoll von dier." Er starrte auf das Wort. Seelenfoll. Klang das nicht irgendwie tiefgründig? Fast poetisch? Er ließ es stehen. Er wollte ihr sagen, dass er sie anbetete, dass sie für ihn so unerreichbar schien wie der Mond. "Ich muss dich jeden Tag anmahnen." Moment. Mahnen? Das klang eher nach einer unbezahlten Rechnung. Er zog den Duden zurate, ein Buch, das ihm so viel Angst machte wie eine Steuererklärung. Nach zehn Minuten verwirrten Blätterns gab er auf. "Anmahnen" blieb. Es klang immerhin wichtig.
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