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Diese Geschichte zu diesem Song hat uns so sehr gefallen, dass wir sie in einem Song festhalten wollten.
S-Bahn nach Halle
Das letzte Gold des Tages flutete den Bahnsteig und tauchte den kühlen Beton in eine unwirkliche, warme Farbe. Jona spürte die Blicke auf sich, auf der bunten Lederhose, die wie eine zweite Haut an seinen Beinen klebte. Rot, Blau, Weiß. Sie war sein Panzer und seine Flagge zugleich. Ein Versprechen, das er sich selbst gegeben hatte.
Er lächelte, aber es war ein Lächeln, das nur ihm gehörte. Die Anzeigetafel über ihm flackerte: „S-Bahn nach Halle“. Halle. Der Name der Stadt klang in seinen Ohren wie eine Melodie, ein Echo aus der Zukunft. Dort wartete nicht einfach nur eine weitere Stadt, sondern eine Möglichkeit. Die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule. Sein ganzes Leben fühlte sich an, als wäre es auf diesen einen Moment, auf diese eine Zugfahrt zugelaufen.
Um ihn herum summte der Bahnhof. Ein Kommen und Gehen, Abschiede und Begrüßungen. Jona war keines von beidem. Er war mittendrin, ein Reisender im Übergang. Er dachte an die unzähligen Stunden im Proberaum, die Finger wund von den Gitarrensaiten, die Stimme heiser vom Singen. Er dachte an die zweifelnden Blicke seines Vaters und das stille Nicken seiner Mutter, das ihm mehr Kraft gab als alle Worte der Welt.
Ein Rumpeln in der Ferne, das lauter wurde und den Boden leicht vibrieren ließ. Die S-Bahn glitt in den Bahnhof, ihre Scheinwerfer schnitten durch die Dämmerung. Die Türen zischten auf und gaben den Blick frei auf eine neue Welt aus gedämpftem Licht und dem leisen Murmeln der Fahrgäste.
Jona atmete tief durch. Das war er also. Der Moment, in dem aus Warten Handeln wurde. Er nahm seinen Gitarrenkoffer fester in die Hand, das abgenutzte Holz eine vertraute Stütze. Mit einem letzten Blick zurück auf den Bahnsteig, der nun fast menschenleer im schwindenden Licht lag, stieg er ein.
Die Türen schlossen sich. Ein sanfter Ruck, und die Welt vor dem Fenster begann, sich zu bewegen. Die Lichter des Bahnhofs zogen vorbei, wurden kleiner
Diese Geschichte zu diesem Song hat uns so sehr gefallen, dass wir sie in einem Song festhalten wollten.
S-Bahn nach Halle
Das letzte Gold des Tages flutete den Bahnsteig und tauchte den kühlen Beton in eine unwirkliche, warme Farbe. Jona spürte die Blicke auf sich, auf der bunten Lederhose, die wie eine zweite Haut an seinen Beinen klebte. Rot, Blau, Weiß. Sie war sein Panzer und seine Flagge zugleich. Ein Versprechen, das er sich selbst gegeben hatte.
Er lächelte, aber es war ein Lächeln, das nur ihm gehörte. Die Anzeigetafel über ihm flackerte: „S-Bahn nach Halle“. Halle. Der Name der Stadt klang in seinen Ohren wie eine Melodie, ein Echo aus der Zukunft. Dort wartete nicht einfach nur eine weitere Stadt, sondern eine Möglichkeit. Die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule. Sein ganzes Leben fühlte sich an, als wäre es auf diesen einen Moment, auf diese eine Zugfahrt zugelaufen.
Um ihn herum summte der Bahnhof. Ein Kommen und Gehen, Abschiede und Begrüßungen. Jona war keines von beidem. Er war mittendrin, ein Reisender im Übergang. Er dachte an die unzähligen Stunden im Proberaum, die Finger wund von den Gitarrensaiten, die Stimme heiser vom Singen. Er dachte an die zweifelnden Blicke seines Vaters und das stille Nicken seiner Mutter, das ihm mehr Kraft gab als alle Worte der Welt.
Ein Rumpeln in der Ferne, das lauter wurde und den Boden leicht vibrieren ließ. Die S-Bahn glitt in den Bahnhof, ihre Scheinwerfer schnitten durch die Dämmerung. Die Türen zischten auf und gaben den Blick frei auf eine neue Welt aus gedämpftem Licht und dem leisen Murmeln der Fahrgäste.
Jona atmete tief durch. Das war er also. Der Moment, in dem aus Warten Handeln wurde. Er nahm seinen Gitarrenkoffer fester in die Hand, das abgenutzte Holz eine vertraute Stütze. Mit einem letzten Blick zurück auf den Bahnsteig, der nun fast menschenleer im schwindenden Licht lag, stieg er ein.
Die Türen schlossen sich. Ein sanfter Ruck, und die Welt vor dem Fenster begann, sich zu bewegen. Die Lichter des Bahnhofs zogen vorbei, wurden kleiner
Sanne de Vries
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6kSanne de Vries
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