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Das Jucken begann immer nach Mitternacht. Es war kein gewöhnliches Jucken der Haut, kein Ausschlag, den man kratzen konnte. Es war ein tiefes, inneres Vibrieren, ein nervöses Zucken in der Seele, das ihn aus dem Bett und auf die Straßen zwang. Leo nannte es den Puls der Stadt, der sich in seine Adern geschlichen hatte und ihn nicht mehr schlafen ließ.
Seine kleine Wohnung im siebten Stock war wie eine Kapsel, die über dem endlosen Lichtermeer schwebte. Unten floss das Leben in Strömen aus Rot und Weiß, ein Kreislauf aus Motoren und Sirenen. Doch für ihn war es nur ein stummes Schauspiel hinter Glas. Er war hier, aber er war nicht Teil davon.
Also zog er seine Jacke an, die nach kaltem Rauch und Regen roch, und trat hinaus in die Nacht. Die Luft war kühl und schmeckte nach nassem Asphalt und den Abgasen des späten Verkehrs. Neonreklamen malten flüchtige Aquarelle auf die Gehwege, tauchten sein Gesicht abwechselnd in elektrisches Blau und sattes Rot. Er ging ohne Ziel, die Hände tief in den Taschen vergraben, ein Geist auf dem Bürgersteig.
Er sah die Menschen durch die Fenster der Bars lachen, ihre Gesichter von Wärme und Gemeinschaft erhellt. Sie stießen mit Gläsern an, ihre Stimmen ein gedämpftes Murmeln, das ihn nicht erreichte. Für einen Moment stellte er sich vor, einfach hineinzugehen, sich an einen Tisch zu setzen und dazuzugehören. Aber die Vorstellung war so absurd wie der Versuch, durch eine Wand zu gehen. Er war ein Beobachter, eine Kamera, die alles aufzeichnete, ohne selbst am Film teilzunehmen. Das Jucken wurde stärker, ein Drang, weiterzugehen, schneller zu laufen, als könnte er diesem Gefühl der Unsichtbarkeit entkommen.
Er bog in eine Seitenstraße ein, weg von den lauten Fassaden. Hier war die Stadt ehrlicher. Der Putz bröckelte von den Wänden, aus einem Kellerfenster drang leise, melancholische Musik. Eine Katze huschte wie ein Schatten über seinen Weg. Hier, in der Stille zwischen den Häuserschluchten, fühlte er sich seiner eigenen Leere näher. Das Jucken war hier kein nervöses Flattern mehr,
Das Jucken begann immer nach Mitternacht. Es war kein gewöhnliches Jucken der Haut, kein Ausschlag, den man kratzen konnte. Es war ein tiefes, inneres Vibrieren, ein nervöses Zucken in der Seele, das ihn aus dem Bett und auf die Straßen zwang. Leo nannte es den Puls der Stadt, der sich in seine Adern geschlichen hatte und ihn nicht mehr schlafen ließ.
Seine kleine Wohnung im siebten Stock war wie eine Kapsel, die über dem endlosen Lichtermeer schwebte. Unten floss das Leben in Strömen aus Rot und Weiß, ein Kreislauf aus Motoren und Sirenen. Doch für ihn war es nur ein stummes Schauspiel hinter Glas. Er war hier, aber er war nicht Teil davon.
Also zog er seine Jacke an, die nach kaltem Rauch und Regen roch, und trat hinaus in die Nacht. Die Luft war kühl und schmeckte nach nassem Asphalt und den Abgasen des späten Verkehrs. Neonreklamen malten flüchtige Aquarelle auf die Gehwege, tauchten sein Gesicht abwechselnd in elektrisches Blau und sattes Rot. Er ging ohne Ziel, die Hände tief in den Taschen vergraben, ein Geist auf dem Bürgersteig.
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